Unsere besten 10 Tipps für Mountainbike-Einsteiger

Raus in die Natur – und das am besten auf zwei Rädern. Nicht zuletzt durch die Corona-Krise liegt das Mountainbiken voll im Trend. Bevor Sie sich jedoch zwischen Trails und Schotterabfahrten ins Abenteuer stürzen, sollten Sie einige Dinge berücksichtigen. Mit unseren 10 besten Tipps für Mountainbike-Einsteiger starten Sie sattelfest ins Gelände.

Mountainbike

Tipp 1 – Das richtige Einsteigerbike wählen
Mit vollgefederten Bikes, Hardtails, Enduros, All Mountains und Race Bikes wahlweise aus Aluminium sowie Carbon hält der Markt eine Vielfalt an Bikes bereit, die schnell überfordert. Als Einsteiger sind Sie mit einem hochwertigen Hardtail mit Federgabel bestens bedient. Die Bikes sind nicht nur ideal für Flachland und Gelände, sondern auch bestens für das Erleben einer sauberen Fahrtechnik geeignet.

Tipp 2 – Kein falscher Geiz
Gerade Einsteiger machen immer wieder den Fehler, zu günstig zu kaufen. Das geht nicht nur auf Kosten von Fahrspaß, Qualität und Sicherheit. Auch der Wiederverkaufswert ist lediglich minimal. Selbst wenn das Biken nichts für Sie sein sollte, ist der relative Verlust mit einem hochwertigeren Bike deutlich geringer. Ab etwa 600 bis 800 Euro sind hochwertige Hardtails aus Aluminium erhältlich.

Tipp 3 – Schutzblech ersparen Arbeit
Was unterscheidet einen Einsteiger und einen Profi auf dem Mountainbike? Das vorhandene Schutzblech. Die MTB-Cracks wissen um den Komfort, den ein MTB Schutzblech verspricht. Wer will schon ständig unnötig viel Schlamm vom Sattelgestänge, dem Unterrohr und natürlich den Hightech-Bike-Klamotten putzen?

Tipp 4 – Die richtige Fahrtechnik erlernen
Das Mountainbiken im Gelände ist nicht nur anspruchsvoller, sondern auch gefährlicher als das Radeln auf dem Asphalt. Die richtige Technik beim Bremsen, Abfahren, Kurven nehmen und Umfahren von Hindernissen reduziert das Sturzrisiko enorm. Vielerorts bieten Fahrrad- und Mountainbike-Clubs für kleines Geld entsprechende Kurse an. Nutzen Sie die Gelegenheit.

Tipp 5 – Richtig Bremsen
Falsches Bremsen ist bei Mountainbikern die Sturzursache Nummer eins. Verlagern Sie Ihr Körpergewicht beim Bremsen immer nach hinten. Bremsen Sie dabei jeweils mit Hinterradbremse und Vorderradbremse gleichzeitig. Achtung: Dosieren Sie die Vorderradbremse bei Bergabfahrten besonders vorsichtig. Seien Sie zudem jederzeit bremsbereit und halten Sie immer einen Finger an den Bremshebeln.

Tipp 6 – 27,5 oder 29 Zoll?

Heute haben Sie die Wahl zwischen Bikes mit einer Radgröße von 27,5 Zoll oder 29 Zoll. Der Vorteil der großen 29-Zoll-Reifen liegt darin, dass sie Hindernisse wie Wurzeln, Steine und Co. besser überwinden. Zudem rollen sie auf der Straße angenehmer. Um die Fahrtechnik zu erlernen und schwierige Situationen im Gelände als Anfänger zu meistern, sind Bikes mit 27,5-Zoll-Reifen jedoch besser geeignet.

Tipp 7 – Sattel mit variabler Höhe
Beim Mountainbiken hängt die optimale Fahrposition vom Gelände ab. Während Sie im flachen Terrain entspannt mit einer hohen Sattelposition fahren können, sollte der Sattel sowohl für Abfahrten als auch im Stehen gefahrene Anstiege leicht abgesenkt sein. Das schafft zusätzlichen Bewegungsfreiraum und sorgt dafür, dass Ihre Füße in einer brenzligen Situation schneller am Boden sind. Ein MTB Sattel mit Klemmverschluss ermöglicht einen sekundenschnellen Wechsel ohne Werkzeug. Noch komfortabler ist eine automatisch absenkbare Sattelstütze.

Tipp 8 – Immer mit Helm
Einer aktuellen Umfrage zur Folge liegt die Helmquote in Deutschland derzeit bei 26 Prozent. Unter Mountainbikern beträgt sie jedoch annähernd 100 Prozent. Aus gutem Grund, denn Stürze erlebt nahezu jeder Mountainbiker. Verzichten Sie daher niemals auf einen hochwertigen Helm in der richtigen Größe.

Tipp 9 – Niemals ohne Bike-Check radeln
Ein sicheres Fahrrad ist nirgendwo so wichtig wie im Gelände. Es gibt kaum ein schlimmeres Gefühl als die Machtlosigkeit, wenn die Bremsen in einer steilen Abfahrt mitten im Wald versagen. Überprüfen Sie daher vor jeder Tour Bremsen, Schaltung und alle Verschraubungen an Gabel, Vorbau und Co. Achten Sie außerdem auf einen auseichenden Reifendruck und führen Sie immer ein Pannen-Kit mit sich.

Tipp 10 – Regelmäßige Pausen für mehr Sicherheit

Eine Mountainbike-Tour ist kein Rennen, bei dem Sie als Erster ankommen oder jemandem etwas beweisen müssen. Fahrten im Gelände erfordern ein Höchstmaß an Aufmerksamkeit und sind dementsprechend ermüdend für den Kopf. Nicht umsonst ereignen sich die meisten Stürze gegen Ende einer Tour. Gönnen Sie sich daher bewusst mehrere Pausen, damit sich Körper und Geist erholen können.

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Beitragsbild: © Maksym Protsenko –123RF

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