Wie gut ist Sauna nach dem Sport?

Viele Sportler gehen nach dem Training gern in die Sauna, um zu entspannen. Die Wärme kann wohltuend wirken, da sie die Muskeln entspannt und den Kopf frei macht. Für das Herz-Kreislauf-System ist ein Saunagang jedoch eher ein zusätzliches Training als Entspannung. Wer nach dem Sport noch eine Runde schwitzen möchte, sollte einiges beachten.

Sauna Eimer

Nicht direkt nach dem Sport in die Sauna

Vor dem Saunagang sollte sich der Puls erst wieder normalisieren. Ideal ist ein Saunagang mindestens 20 Minuten nach dem Training. Wer nach dem Sport zu Hause noch einmal schwitzen möchte, kann eine finnische Sauna kaufen. Ein Saunabesuch nach dem Sport regt die Durchblutung an, verhindert Muskelzerrungen und kann Muskelkater entgegenwirken. Im Winter bekommt das Immunsystem mit dem Saunieren einen zusätzlichen Kick. Der Körper ist widerstandsfähiger gegen Erkältungen und grippale Infekte. Krankheitserreger werden in der Sauna abgetötet. Regelmäßige Saunagänge können die Leistungsfähigkeit von Sportlern geringfügig steigern.

Wichtig vor dem Saunagang

Vor dem Gang in die Sauna kommt es auf die richtige Vorbereitung an. Trinken ist vor, während und nach dem Saunagang wichtig. Mindestens ein Liter, aber besser noch zwei Liter, sollten getrunken werden. Geeignet sind Mineralwasser, kalter, ungesüßter Tee oder leichte, möglichst zuckerfreie Schorle.
Gründliches Duschen ist vor dem Schwitzen wichtig, da der Fettfilm der Haut entfernt wird. Der Körper sollte gut abgetrocknet werden, da er dann leichter schwitzt.

Beim Saunagang zu beachten

In der Sauna liegt die Temperatur bei 70 bis 100 Grad Celsius. Der Aufguss erhöht den Hitzereiz. Der schwitzende Körper sollte nicht mit dem Holz der Bank in Berührung kommen. Ein Saunatuch, weit ausgebreitet, ist sinnvoll. Ein Saunagang sollte 8 bis 15 Minuten dauern. Ein Saunabesuch sollte aus nicht mehr als drei einzelnen Saunagängen bestehen.

Das richtige Abkühlen

Der gesundheitsfördernde Effekt der Sauna wird nur durch das richtige Abkühlen durch Kaltwasser oder Frischluft erzielt. Bei der Abkühlung unter der Dusche wird mit Händen und Füßen begonnen. Grundsätzlich erfolgt das Abkühlen von außen nach innen, also von Händen und Füßen zum Rumpf. Zum Abkühlen eignet sich eine Kaltwasserdusche oder ein Kneipp-Guss mit dem Kneipp-Schlauch. Zum Schluss wird der gesamte Körper mit einem Wasserschwall abgekühlt. Die Muskeln sollten während der Abkühlphase durch Auf- und Ab-Gehen in Bewegung gehalten werden. Gut geeignet ist auch das kurzzeitige Schwimmen im Tauchbecken. Ein knöchelhohes Fußbad mit etwa 40 Grad Celsius kann die Gefäße im Anschluss an die Abkühlung entspannen. Starkes Nachschwitzen nach dem Saunagang sollte vermieden werden, da es den positiven Effekt zunichte macht.

Beitragsbild: © nd3000 –123RF