Kokosblütenzucker – Die gesunde Alternative

Die Suche nach gesunden Süßungsmitteln, die den Blutzuckerspiegel nur geringfügig beeinflussen, führte viele Sportler und Gesundheitsbewusste in der Vergangenheit zu den immer gleichen Produkten. Während hier insbesondere Stevia in den Fokus rückte, gibt es dennoch weitere Alternativen. So auch Kokosblütenzucker. Dieses Süßungsmittel überzeugt durch seine angenehme Süßkraft in Kombination mit einem niedrigen glykämischen Index. Doch nicht nur für Sportler ist Kokosblütenzucker eine sinnvolle Zutat, denn dieser Zucker hat zusätzlich weitere positive Effekte auf die körperliche Gesundheit.

Herkunft und Produktion

Der Ursprung für den Kokosblütenzucker liegt – wie es der Name bereits verrät – in der Kokospalme. Die Blütenknospen der Palme enthalten einen süßlichen Pflanzensaft, der direkt nach den Anschneiden hervortritt. Um aus dem flüssigen Nektar ein Süßungsmittel zu erhalten, wird er in unterschiedlichen Verfahren erhitzt und so eingekocht. Die so entstandene feste Masse wird in einem schonenden Verfahren gemahlen. Es entstehen leicht verwendbare Kristalle, die auch in der heimischen Küche unkompliziert eingesetzt werden können.

Kokosblütenzucker

Kokosblütenzucker, © dima_pics – Fotolia.com

Da viele Kunden heute auf einen umweltfreundlichen und nachhaltigen Konsum achten, sollten die Bezugsquellen für Kokosblütenzucker sorgfältig ausgewählt werden. So gibt es durchaus Kokosplantagenbetreiber, die ihre Palmen nicht auf gerodeten Regenwald-Gebieten kultivieren, sondern umweltfreundlich agieren. Im Hinblick auf eine nachhaltige und verantwortungsbewusste Ernährung sollten Kunden diese Hersteller grundsätzlich bevorzugen.

Doch Kokosblütenzucker ist schon an sich ein sehr nachhaltiges Produkt. Da die Kokospalmen bei der Produktion des Zuckers nicht ihr Leben lassen müssen, können sie über viele Jahre hinweg genutzt werden. Auch die parallele Produktion weiterer Kokos-Produkte ist möglich, weswegen die Besitzer von Kokosplantagen oft über faire Einkünfte verfügen.

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Kokosblütenzucker und der glykämische Index

 Wie bereits erwähnt ist Kokosblütenzucker besonders aufgrund seines niedrigen glykämischen Werts in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt. Dass dieser Wert beim Kokosblütenzucker so niedrig ist, lässt auf dessen Auswirkungen auf den Blutzuckerspiegel schließen. So sorgt Kokosblütenzucker im Vergleich zu anderen Süßungsmitteln für einen gesunden und gleichförmigen Anstieg des Blutzuckerspiegels. 

Der Blutzuckerspiegel hat eine direkte Auswirkung auf die Bauchspeicheldrüse und deren Insulinausschüttung. Bei hoch glykämischen Zuckerarten, die einen schnellen Anstieg des Blutzuckerspiegels hervorrufen, werden die Betazellen in der Bauchspeicheldrüse stark stimuliert, was dauerhaft zu einer Überlastung führen kann. Schlussendlich wird mehr Insulin erzeugt als notwendig. Der Körper und seine glucoseverarbeitenden Zellen sind dann im Ernstfall nicht mehr in der Lage, dauerhaft gesund zu bleiben. Dies begünstigt die Entstehung von Erkrankungen wie Insulinresistenz oder auch Hypoglykämie. Zudem sorgen hoch glykämische Zuckerarten ebenfalls für ein erhöhtes Risiko, an Diabetes Typ 2 zu erkranken.

Der Kokosblütenzucker als niedrig-glykämische Zuckerart schützt jedoch nicht nur vor der Entstehung der genannten Krankheiten. Findet er in der Küche Verwendung, so kann der Konsument außerdem weiteren Krankheiten die Grundlage nehmen. So stehen hoch glykämische Zuckerarten schon lange im Verdacht, schwerwiegende Erkrankungen wie Darmkrebs hervorzurufen. Auch die Entstehung von Herzerkrankungen, schlechten Blutfettwerten und Gallensteinen wird durch Kokosblütenzucker nicht begünstigt.

Die Rolle von Kokosblütenzucker bei der Gewichtsreduktion

Gewöhnlicher Haushaltszucker und andere hoch glykämische Zuckerarten stehen schon lange in der Kritik, da sie aufgrund des sprunghaften Anstiegs des Blutzuckerspiegels und dessen rapider Senkung schon kurz nach dem Verzehr für verstärkte Hungergefühle sorgen. Nicht zuletzt aus diesem Grund ist Kokosblütenzucker eine sinnvolle Alternative, da er den Blutzuckerspiegel langsam steigert und somit für eine angemessene Insulinausschüttung sorgt. Das Sättigungsgefühl nach einer Mahlzeit bleibt Verwendern von Kokosblütenzucker daher bedeutend länger erhalten, weswegen im Tagesverlauf weit weniger Nahrung verzehrt wird. Der Blutzuckerspiegel erhält durch Kokosblütenzucker eine gewisse Stabilität, wodurch auch Diabetikern die Verwendung dieser Zuckerart empfohlen wird. Zusammengefasst ermöglicht Kokosblütenzucker also ein längeres Sättigungsgefühl ohne dabei den Körper zu belasten.

Doch Kokosblütenzucker bietet nicht nur dank seiner niedrigen glykämischen Wertigkeit beste Voraussetzungen für eine gesunde und ausgewogene Ernährung. Zusätzlich bringt diese Zuckerart einige Mineralstoffe wie Magnesium, Kalium, Zink, Eisen, Kupfer und Magnesium mit. Die Spurenelemente Bor und Schwefel versorgen den Körper zudem bestmöglich und unterstützen den natürlichen Stoffwechsel. Zu verdanken ist dies der schonenden Gewinnung des Zuckers, bei der die wichtigen Nährstoffe weitestgehend erhalten bleiben.

Die Verwendung von Kokosblütenzucker

In der Küche überzeugt Kokosblütenzucker durch seine vielfältige Anwendbarkeit. Was die eingesetzten Mengen betrifft, so sollte der Zucker in etwa so verwendet werden wie brauner Rohrzucker. Vom Namen des Zuckers sollten sich Interessierte außerdem nicht täuschen lassen, denn eine Kokosnote bringt Kokosblütenzucker nicht mit. Vielmehr schmeckt er sehr vollmundig und hat ein starkes Karamellaroma.

  • So kann Kokosblütenzucker für die Zubereitung zahlreicher Süßspeisen verwendet werden, aber auch das tägliche Müsli verfeinern und bei herzhaften Gerichten für eine exotische Note sorgen.
  • Auch zum Backen ist Kokosblütenzucker bestens geeignet, da er ein weitaus größeres Volumen als beispielsweise Stevia mitbringt. So gelingen auch kleinere Gebäckstücke wie Kekse mit dem Zucker der Kokospalme.
  • Wer in seiner Freizeit gerne Cocktails und Drinks zubereitet, kann auch hie auf Kokosblütenzucker setzen. Er erweist sich dank seines niedrigen Schmelzpunktes sogar als förderlich für den Genussfaktor vieler Speisen und Getränke.
Hinweis
Nicht verwechselt werden sollte Kokosblütenzucker in diesem Zusammenhang mit Palmzucker. Palmzucker ist nicht so wertig wie Kokosblütenzucker, da er sowohl braunen Zucker als auch Zuckerarten weiterer Palmen enthalten kann. Besonders unangenehm wirkt sich Palmzucker aus, bei dessen Produktion Natrium-Sulfit hinzugefügt wird. Dieser Inhaltsstoff verschlechtert nicht nur das Aroma des Zuckers, sondern hat außerdem eine krebserregende Wirkung. Es ist also wichtig, stets auf reinen und hochwertigen Zucker zu setzen, der ausschließlich aus dem Saft der Kokospalme gewonnen wird.

Entscheidend für die positiven Effekte des Kokosblütenzuckers ist dessen Reinheit. So finden sich am Markt zahlreiche Produkte, die nicht ausschließlich Zucker aus dem Kokospalmensaft enthalten. Hier wird die eigentlich hochwertige Zuckerart mit weiteren Süßungsmitteln und Zuckern kombiniert, was den glykämischen Index in die Höhe treiben und die Nährstoffbilanz zunichte machen kann.

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