„Skinny Fat“ – Krafttraining beim Abnehmen

Geht es um das Thema Abnehmen, wollen viele Menschen es sich denkbar einfach machen und so schnell wie möglich so viel Gewicht wie möglich verlieren. Dass dabei das gewünschte Resultat oft von dem wirklichen Ergebnis abweicht, dürfte Diät-Erfahrene wenig überraschen. Denn Abnehmwillige, die für die Gewichtsreduktion nicht auf Sport setzen wollen, bleiben entscheidende Vorteile verwehrt, die ein begleitendes Sportprogramm mit sich bringt. Ein ordentliches Krafttraining lässt Übergewichtige so beispielsweise vom sogenannten Nachbrenneffekt profitieren, der das Erreichen des nötigen Kaloriendefizits erheblich erleichtert.

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© Doruk Sikman – Fotolia.com

Doch ist es nicht nur aus diesem Grund ratsam beim Abnehmen auf Krafttraining zu setzen. Denn die Folgen eines Verzichts lassen sich gerade bei Menschen sehr gut beobachten, die für das ungeschulte Auge zunächst schlank wirken. Denn bei genauerer Betrachtung sind Gliedmaßen, Bauch und Po (an diesen Körperteilen sind die Folgen besonders gut erkennbar) zwar schlank, also nicht voluminös, doch wirkt das Bindegewebe schlaff, die Haut „hängt“ und wirkt auf gewisse Weise immer noch „fett“. Besonders häufig tritt dieses Phänomen bei Frauen auf, die ohne Sport und speziell ohne Hanteltraining, versuchen ihr Gewicht zu reduzieren. Trotzdem ist dieses „Skinny Fat“ genannte Problem nicht geschlechtsspezifisch, sondern einzig auf das Fehlen an Muskelmasse zurückzuführen. Denn die Muskeln halten das Gewebe optisch in Form und sorgen dafür, dass die Haut gespannt wird und gerade sogenannte Problemzonen fest und „knackig“ wirken.

Von Frauen kommt in dieser Hinsicht oft der Einwand, dass man doch nicht Aussehen wolle wie ein Mann und „Muskelberge“ alles andere als weiblich seien. Oft hört man gar den Hinweis, dass Hanteltraining nur etwas für Männer sei. Von solchen Aussagen sollten sich Abnehmwillige jedoch nicht aus dem Konzept bringen lassen, denn sie beruhen meist schlicht auf Unwissenheit. Denn Fakt ist, dass Frauen und Männer auch bei unterschiedlicher Zielsetzung kein unterschiedliches Training absolvieren müssen. Bereits aufgrund der hormonellen Unterschiede ist es Frauen (auf natürlichem Wege) nicht möglich ein sehr muskulöses Aussehen zu erreichen. Wer also als Frau abnehmen möchte, ist mit einem anstrengenden Krafttraining gleichermaßen gut beraten wie ein Mann, dessen Ziel es ist durch das Training deutlich muskulöser zu werden.

Vermieden werden sollten also Diäten, die allzu radikal in ihrer Ausführung sind und noch dazu nicht von einem Sportprogramm begleitet werden. Beim Abnehmen sollte Krafttraining unbedingt ein Bestandteil der wöchentlichen Routine werden – schließlich soll das Ergebnis optisch überzeugen und nicht allein die Zahl auf der Waage stimmen. Wer sich an diese Ratschläge hält und es beim Fettabbau langsam angehen lässt, wird am Ende auch mit dem Resultat ohne „Skinny Fat“ zufrieden sein und vor allem langfristig profitieren; denn auch der allseits bekannte Jojo-Effekt bleibt aus, wenn man sich die Mühe macht, die vorhandene Muskulatur während einer Diät zu erhalten oder sogar aufzubauen.

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Tim Rehfeld

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