Schwimmen als Ganzkörper-Workout

Seit langem wird Schwimmen als eine der gesündesten Freizeitsportarten überhaupt angesehen. Durch minimale Belastung der Knochen und Gelenke kommt es auch bei häufigem Training nicht zu Verschleißerscheinungen und auch das Verletzunsrisiko ist sehr gering. Das Herz wird gestärkt; ebenso wirkt Schwimmen blutdrucksenkend und stärkt das Immunsystem.

Fit durch Schwimmen

© .shock – Fotolia.com

Ebenfalls können durch Schwimmen Kalorienverbrauch und Fettverbrennung auf Hochtouren gebracht werden. Gleichzeitig ist der Trainingseffekt enorm: Beim Schwimmen wird der ganze Körper beansprucht, da fast alle Muskeln zur Fortbewegung im Wasser benötigt werden. Besonders intensiv wirkt die Belastung auf die Muskeln des Schultergürtels, der Arme und des Rückens. Die genaue Verteilung der muskulären Belastung hängt jedoch auch vom jeweiligen Schwimmstil ab.

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https://www.youtube.com/watch?v=jzQEPv6v-9A

Auf die Technik kommt es an

Wer durch regelmäßiges Schwimmen seinen Körper fit halten möchte, der sollte auf korrekte Technik achten. Gerade für Anfänger ist das Zusammenspiel zwischen unterschiedlichen Bewegungsabläufen des Ober- und Unterkörpers und der Atmung ungewohnt und erfordert einiges an Übung.

Häufige Fehler sind fehlende Körperspannung und falsche Atmung. Lasst Euch von Experten die Feinheiten der einzelnen Schwimmstile erklären und übt wenn nötig auch auf dem Trockenen die einzelnen Bewegungsabläufe.

Brustschwimmen: Der Klassiker unter den Schwimmstilen. Obwohl vor allem Anfänger diesen Schwimmstil wählen, ist das Brustschwimmen technisch äußerst anspruchsvoll. Richtig ausgeführt bietet dieser Stil ein hervorragendes Training für Brust- und Schultermuskulatur. Während der Gleitphase sollte der Körper möglichst waagerecht im Wasser liegen. Ein häufiger Anfängerfehler ist es den Kopf permanent über Wasser zu halten. Dies behindert nicht nur Euren Vortrieb, sondern kann auch zu Verspannungen im Nackenbereich führen.

Kraulschwimmen: Die Königsdisziplin unter den Schwimmstilen. Ist Schnelligkeit Euer Ziel, so ist das Kraulschwimmen Mittel der Wahl. Doch gerade für Anfänger ist die Atemtechnik schwierig zu erlernen und erfordert einiges an Übung. Das Kraulschwimmen trainiert Eure Schulter- und Nackenmuskulatur ausgiebig.

Delphinschwimmen/Schmetterling: Der eleganteste unter den Schwimmstilen. Delphin ist äußerst kraftraubend und zeichnet sich durch seine komplexe Technik aus. Anfänger sollten sich die Technik unbedingt von einem erfahrenen Schwimmer beibringen lassen.

Rückenschwimmen: Die Gesundheitsdisziplin unter den Schwimmstilen. Rückenschwimmen stärkt vor allem die Rückenmuskulatur und wirkt Haltungsschäden und Verspannungen effektiv entgegen. Die Technik ist auch für Anfänger relativ schnell zu erlernen.

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Variation des Trainings ist wichtig

Wie bei jeder Sportart kommt es auch beim Schwimmen auf regelmäßige Trainingseinheiten und stetige Wiederholung an. Das Üben neuer Schwimmstile, die Ihr noch nicht beherrscht, beugt außerdem Langeweile vor. Denn wer Woche für Woche auf die gleiche Weise seine Bahnen zieht, der kann sich unter Umständen bald schon nicht mehr motivieren. Stattdessen sollte immer Variation das Training bestimmten!

Zur abwechslungsreichen Gestaltung des Trainings bieten sich außerdem verschiedene Hilfsmittel an, die einen Fokus auf bestimmte Techniken und Muskeln während der Einheiten zulassen:

Pull Boy: Der Pull Boy ist das geeignete Hilfsmittel zur Stärkung des Oberkörpers und besitzt die Form eines Knochens. Zwischen die Beine geklemmt hindert er den unteren Teil des Körpers am Absinken und ermöglicht dem Schwimmer so die Armtechnik isoliert zu trainieren.

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Schwimmbrett: Das Schwimmbrett ist das perfekte Hilsmittel zur Verbesserung des Beinschlags.

Paddles: Paddles werden an die Hände geschnallt und erhöhen den Wasserwiderstand. Dadurch ist ein intensiveres Training der Arme, der Schultern und des Rückens möglich.

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Tipps für Euren Fortschritt

  • Technik: Egal welcher Schwimmstil – der Rythmus ist entscheidend. Fließende Bewegungen sparen Kraft und erhöhen Eure Geschwindigkeit. Ruckartige, kraftvolle Bewegungen behindern stattdessen eher und führen Euch schneller an Eure Leistungsgrenze.
  • Ernährung: Vor dem Schwimmen solltet Ihr keine Fressgelage veranstalten, denn der Körper muss sonst zu viel Energie für die Verdauungstätigkeit aufwenden. Stattdessen solltet Ihr den Körper konstant mit Energie versorgt halten, indem Ihr langkettige Kohlenhydrate zu Euch nehmt. Dafür eignen sich Nudeln, aber auch Vollkornbrot oder Reis.

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Tim Rehfeld

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